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Wiki-Wissen: Trägerplatten

Laminat in ausdrucksstarker Nussbaumoptik im Wohnzimmer verlegt
Laminat ist mehrschichtig aufgebaut

Die meisten Bodenbeläge bestehen aus mehreren Schichten. Lediglich die obere Schicht, die Nutzschicht, zeigt das Dekor. Darunter liegt die sogenannte Trägerplatte, die dem Belag Stabilität verleiht und andere technische Eigenschaften wie Quellverhalten oder Dämmwerte beeinflusst. Eine Dämmschicht, die an der Unterseite der Trägerplatte angebracht wird, erhöht die Schalldämmung. Für zusätzliche Stabilität sorgt der sogenannte Gegenzug. Bekannt ist vor allem der mehrschichtige Aufbau von Laminat und Vinylböden, doch auch das Mehrschichtparkett – auch als Fertigparkett oder Klickparkett bezeichnet– verfügt über eine Trägerplatte. Welche Trägerplatte die beste ist, hängt vom Verlegeort ab.

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Vinylboden in dunkler Eicheoptik im Wohnzimmer mit Cello verlegt
Robuster Vinylboden mit HDF-Platte

HDF-Platte

Die HDF-Platte ist als Trägerplatte weit verbreitet. HDF steht für hochdichte Faserplatte. Die Platte besteht aus Holzfasern, die klein geschrotet und anschließend unter Druck und Wärme zusammengepresst werden. Häufig werden hierfür Nadelhölzer verwendet, denn diese verfügen über lange Fasern. HDF-Platten sind äußerst stabil und gegen Druck unempfindlich. Alte Beläge oder Unebenheiten unter dem Belag drücken durch die formstabile Trägerplatte nicht durch. Zum Schutz der Klickverbindung sollten Sie dennoch neue Bodenbeläge nur auf ebenem Untergrund verlegen. Da der HDF-Träger aus Holz besteht, kann er bei Feuchtigkeit und Nässe aufquellen. Ausschließlich quellgeschützte Trägerplatten, die als feuchtraumgeeignet ausgezeichnet werden, sollten daher in Bad und auch Küche verlegt werden. Auch beim Wischen muss die Quelleigenschaft berücksichtigt werden. Obwohl die HDF-Platte eine hohe Formstabilität bietet, kann sich der Holzwerkstoff wie Holz bei schwankendem Klima ausdehnen oder schwinden. Deshalb müssen Beläge mit HDF-Träger mit Dehnungsfuge verlegt werden. Bei der Verlegung auf mineralischem Untergrund muss zwischen Untergrund und Belag eine Dampfbremse verlegt werden. Mineralische Untergründe können Feuchtigkeit abgeben, die von der HDF-Platte aufgenommen wird. Eine Dampfbremse verhindert die Aufnahme und daraus resultierende Schäden. Die HDF-Platte ist der klassische Träger von Laminatböden. Auch Vinyl wird mit dieser Trägerplatte ausgestattet, allerdings sind Vinylböden mit HDF-Platte in der Regel dicker als Vollvinylböden und daher weniger gut für die Verlegung auf alten Böden geeignet.

Vorteile von HDF-Platten:

  • formstabil
  • bewährt bei Laminatböden
  • einfache Verlegung durch Kombination mit Klickverbindung

MDF-Platte

Die MDF-Platte besteht ebenso wie die HDF-Platte aus Holzwerkstoff. MDF steht für mitteldichte Faserplatte. Zerkleinerte Holzfasern werden unter Druck und Wärme zu einer Platte gepresst. Die Platte ist etwas weniger stabil als die HDF-Platte. Sie wird für Laminat- und Vinylböden eingesetzt. Das Material kann durch Feuchtigkeit und Nässe aufquellen und ist daher nicht für den Feuchtraum geeignet. Bodenbeläge mit einer MDF-Trägerplatte sollten nur nebelfeucht gewischt werden, damit kein Wasser durch die Fugen dringt. Bei der Verlegung auf mineralischem Untergrund muss eine Dampfbremse verwendet werden. Ebenso wie Holz schwindet und dehnt sich die MDF-Platte bei veränderten Klimabedingungen aus. Eine Verlegung mit Dehnungsfuge ist daher notwendig.

Vorteil von MDF-Platten:

  • günstig

Quellgeschützte Trägerplatte

Viele Hersteller haben Verfahren entwickelt, um ihre Trägerplatten vor dem Einfluss von Feuchtigkeit zu schützen. Spezielle Imprägnierungen oder beigemischte Leime sorgen für eine höhere Resistenz gegen Wasser. Für das Verlegen im Feuchtraum sollten Sie ausschließlich feuchtraumgeeignete Beläge verwenden. Doch auch im Flur sind Bodenbeläge mit quellgeschützter Platte von Vorteil. Durch die Straßenschuhe wird Feuchtigkeit hereingetragen. Die Platte verhindert, dass sich der Boden verformt. Der Belag ist widerstandsfähig gegenüber Wischwasser und daher einfach zu reinigen.

Vorteile von quellgeschützten Trägerplatten:

  • Feuchtraumeignung
  • formstabil auch bei Feuchtigkeit
  • einfache Reinigung
Aufbau eines Mehrschichtparketts mit Echtholz-Mittellage
Aufbau eines Mehrschichtparketts mit Echtholz-Mittellage

Echtholz-Mittellage

Ein Träger aus Echtholz wird vor allem bei Parkettböden eingesetzt. In der Regel besteht die Mittellage aus Nadelholz. Die Nutzschicht wird meist aus einem langsam wachsenden Hartholz gefertigt. Der Einsatz von Fichte- oder Tanne-Mittellagen ist ressourcenschonend. Trotz des mehrschichtigen Aufbaus sind alle Elemente aus natürlichen Materialien hergestellt. Das Fertigparkett wird zudem mit einer praktischen Klickverbindung zur einfachen Verlegung ausgestattet.

Vorteile von Echtholz-Mittellagen:

  • natürliches Material
  • bewusster Umgang mit Ressourcen
  • einfache Verlegung dank Klicksystem

Rigid-Platte

Rigid bedeutet starr oder steif und beschreibt die Eigenschaft der Trägerplatte. Die Platte ist wasserfest und besonders stabil. Sie besteht aus einem Gemisch mit Kalk oder Steinmehl, das eine hohe Stabilität garantiert. Der Bodenbelag eignet sich für die schwimmende Verlegung. Der Belag mit Rigid-Träger kann an bodentiefen Fenstern oder im Wintergarten verlegt werden, denn er verformt sich auch bei starker Wärmeeinwirkung nicht. Einige Rigid-Böden können auch in großen Räumen am Stück verlegt werden. Durch den starren Kern ist der Belag unempfindlich gegenüber Drucklasten. Beläge mit Rigid-Platte werden mit Klickverbindungen ausgestattet und sind dadurch einfach zu verlegen. Sie eignen sich auch für die Montage auf alten Bodenbelägen.

Vorteile von Rigid-Platten:

  • formbeständig bei Temperaturschwankungen
  • unempfindlich gegenüber Drucklasten
  • hohe Festigkeit

Vollvinyl

Vollvinylböden bestehen aus einer dicken Schicht Vinyl. Der Belag ist gegenüber Feuchtigkeit unempfindlich und für die Verlegung im Feuchtraum geeignet. Durch die geringe Gesamtstärke ist der Boden besonders beliebt für Renovierungsprojekte. Vollvinylböden werden sowohl mit Klickverbindung zur schwimmenden Verlegung als auch zur Verklebung angeboten. Durch das elastische Material können sich Unebenheiten im Untergrund durchdrücken. Daher sollte Vollvinyl nur auf ebener Fläche montiert werden. Vinyl kann unter starker Hitzeeinwirkung wie im Wintergarten oder unter bodentiefen Fenstern weich werden. Durch das anschließende Aushärten entstehen dann Wellen. Bei der Verlegung an Orten mit starken Temperaturschwankungen sollten Sie nur hitzebeständiges Vinyl wählen oder einen Boden mit einer beständigen Trägerplatte.

Vorteile von Vollvinyl:

  • feuchtraumgeeignet
  • geringe Gesamtstärke
  • auch zur schwimmenden Verlegung

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