Loading.. Ihr Warenkorb wird aktualisiert…

Der Artikel wurde in den Warenkorb gelegt.

Wiki-Wissen: Fliesen verlegen in 6 Schritten

Mit ein wenig handwerklichem Geschick können Sie die neuen Fliesen einfach selbst verlegen. Abhängig von der Mörteldicke wird zwischen Dünnbettverlegung, Mittelbettverlegung und Dickbettverlegung unterschieden. Beachten Sie immer die Herstellerangaben auf Fliesen, Kleber und Mörtel, um den Garantieanspruch nicht zu verlieren.

Hier Fliesen entdecken!

 

Vor dem Verlegen sollten Sie alle Materialien und Werkzeuge beschaffen und bereitlegen. Es sollten immer 5-10 Prozent mehr Fliesen als benötigt angeschafft werden, um Verschnitt und Bruch auszugleichen. Für spätere Nachbesserungen sollten Sie Reservefliesen aufbewahren. Achten Sie beim Kauf von Kleber und Fugenmörtel darauf, dass beide Materialien kompatibel sind. Für Natursteinfliesen oder die Verlegung auf der Fußbodenheizung benötigen Sie spezielle Kleber.Nutzen Sie doch einfach unsere praktische View File Verlegeanleitung.

Fliesenzubehör Eimer, Rolle, Pinsel, Spachtel, Zahnkelle, Schwammbrett und Fugbrett
Verlegezubehör bereit legen

Sie benötigen:

  • Fliesenkleber
  • Fugenmörtel
  • Silikon zum Verfugen
  • Dichtmasse und Dichtband
  • Zahnspachtel /Zahnkelle (auf die passende Zahnung achten)
  • Fliesenschneider
  • Gummihammer
  • Fugbrett
  • Schwammbrett
  • Wasserwaage
  • Eventuell Ausgleichsmasse und Fliesenkreuze

 

1. Untergrund vorbereiten

Hand mit Lammfellrolle trägt Grundierung auf Wand und Boden auf
Grundierung erhöht die Haftung

Der Untergrund muss sauber, trocken, staubfrei, fettfrei, eben und tragfähig sein. Spanplatten oder alte Dielen müssen fest verschraubt sein. Je größer die Fliese ist, desto geringer ist die Toleranz gegenüber Unebenheiten. Bei einem neuen Estrich müssen Sie die Feuchtigkeitswerte berücksichtigen. Zunächst entfernen Sie Schmutz und loses Material. Mit einer Wasserwaage wird geprüft, ob der Untergrund eben ist.

Wird nicht mit dem Dickbettverfahren verlegt, können die Unebenheiten mit einer Bodenausgleichsmasse geglättet werden. Die Ausgleichsmasse wird in einem Eimer angerührt und auf der unebenen Stelle verteilt. Die fließende Masse ergibt von selbst eine ebene Oberfläche. Die Ausgleichsmasse muss vollständig trocknen.

 

Dichtband eingelegt in Dichtmasse ist zu einem Teil bereits überstrichen und nicht mehr sichtbar
Mit Dichtungsmasse überstreichen

Anschließend wird der Untergrund grundiert, um die Haftung zu optimieren. Für saugfähige Untergründe – z.B. Zementestrich – eignet sich Tiefengrund, für nicht saugfähigen Untergrund Haftgrund. Vor dem Abdichten oder Verlegen muss die Grundierung austrocknen.

Im Badezimmer muss der Untergrund mit einer Abdichtung versehen werden. Ebenso benötigen Untergründe im Außenbereich eine Abdichtung. Bei der Verbundabdichtung wird zunächst die Dichtmasse aufgetragen. In die noch feuchte Masse legen Sie das Dichtband ein. Im nächsten Schritt überstreichen Sie die Fläche ein weiteres Mal. Das Band darf unter der Dichtmasse nicht mehr sichtbar, alle Löcher gefüllt sein. Die Dicke der Masse muss bei mindestens 0,5 mm liegen. Beachten Sie die Abdichtungsnorm.

 

  • Untergrund reinigen
  • Untergrund muss eben sein, gegebenenfalls mit Ausgleichsmasse ebnen
  • Grundierung mit Tiefengrund (bei saugfähigem Untergrund) oder Haftgrund (bei nicht saugfähigem Untergrund)
  •  

2. Verlegung planen

Vor dem Verlegen muss das Verlegemuster ausgewählt werden. Die häufigsten Muster sind die Parallelverlegung und die diagonale Verlegung. Vor dem Verkleben sollte das Verlegen geplant werden. Mit Hilfe von zwei Richtschnüren wird die Raummitte ermittelt. Von der Mitte ausgehend werden die Fliesen verlegt, so dass sich ein symmetrisches Bodenbild ergibt. Ein Verlegeplan hilft bei dem späteren Verlegen.

  • Mitte des Raumes ermitteln
  • Gegebenenfalls Verlegeplan erstellen

 

3. Fliesenkleber auftragen

Der Fliesenkleber, Fliesenmörtel auf Zementbasis, wird mit Wasser angerührt. Die Verpackungsangaben geben Auskunft über die benötigte Menge und das Mischungsverhältnis. Alternativ kann ein gebrauchsfertiger Kleber auf Kunststoffbasis verwendet werden. Zunächst wird der Mörtel nach Anleitung vorbereitet.

 

Nach der vorgeschriebenen Reifezeit können Sie den Kleber auftragen. Abhängig von der Verlegeart wird der Kleber auf dem Untergrund, auf der Fliese (Buttering) oder auf Fliese und Untergrund (Buttering-Floating) aufgetragen. Es ist ratsam, nicht mehr Kleber zu verteilen, als in der Offenzeit verarbeitet werden kann. Der Kleber wird gleichmäßig auf dem Boden verteilt und mit einem Zahnspachtel durchkämmt. Führen Sie die Zahnkelle leicht schräg in Viertelkreisen durch das Mörtelbett, so dass Fehlstellen ausgefüllt werden.

  • Fliesenkleber nach Packungsangaben anrühren
  • Kleber auf dem Boden verteilen und mit Zahnkelle durchkämmen
  • immer kleine Mengen verteilen, um Austrocknen zu verhindern

 

4. Fliesen verlegen und zuschneiden

Um Farbunterschiede auszugleichen, sollten Sie Fliesen aus mehreren Kartons gemischt verlegen. Es wird immer in Richtung Tür gefliest, denn die frisch verlegten Fliesen dürfen nicht betreten werden.

Zwei Hände schieben auf einer Matte aufgebrachte graue Mosaikfliesen in das Mörtelbett
Fliese ins Mörtelbett schieben

Schieben Sie die Fliesen vorsichtig in das Klebebett. Mit einem Gummihammer können die Fliesen leicht angeklopft werden, allerdings sollten die Fliesen nicht heruntergedrückt werden. Mit Hilfe einer Richtschnur richten Sie die Fliesen gerade aus. Zwischen den Fliesen muss eine Fuge ausgelassen werden. Die benötigte Fugenbreite schreibt der Hersteller vor. Fliesenkreuze werden zwischen die Fliesen geklemmt und helfen dabei, die Fugenbreite genau einzuhalten. Außerdem werden Dehnungsfugen beim Übergang zur Wand, bei Übergängen zu anderen Räumen und bei vorhandenen Dehnungsfugen im Estrich benötigt. Um Schallübertragung zu vermeiden, müssen Sie einen Abstand von mindestens 0,5 cm zwischen Wand- und Bodenfliesen einhalten. Kontrollieren Sie beim Verlegen die Ausrichtung der Fliesen und die Fugenbreite immer wieder. Klebereste auf der Fliese lassen sich mit einem nassen Schwamm sofort entfernen. An den Rändern müssen die Fliesen in der Regel zugeschnitten werden. Berücksichtigen Sie Breite der Fugen und Dehnungsfuge beim Zuschneiden.


Mit einem Fliesenschneider lassen sich die Fliesen einfach schneiden. Hierfür wird die Fliese auf der Glasurseite einmal eingeritzt und über der Bruchkante gebrochen. Das Zuschneiden erfordert etwas Übung, daher sollten ausreichend Reservefliesen eingeplant werden. Runde Aussparungen können mit dem sogenannten Papageienschnabel ausgeschnitten werden.

  • Fliesen aus unterschiedlichen Kartons mischen
  • Fliesen in das Klebebett schieben
  • Fugen und Dehnungsfugen auslassen
  • Fugenkreuze sorgen für gerade Fugen
  • Mit dem Fliesenschneider können die Fliesen zugeschnitten werden

 

5. Fliesen verfugen

Hand trägt Fugenmörtel mit einem Fugbrett auf
Fliesen diagonal verfugen

Nachdem der Fliesenkleber vollständig ausgehärtet ist, werden die Fugen zwischen den Fliesen mit Fugenmörtel ausgefüllt. Wichtig ist, dass der Kleber und der Fugenmörtel kompatibel sind. Überschüssiger Kleber lässt sich mit einem Holzkeil aus den Fugen entfernen. Der Fugenmörtel wird nach Herstellerangabe mit Wasser angerührt und anschließend wird der Boden mit dem Mörtel geschlämmt. Mit einem Gummibrett ziehen Sie den Fugenmörtel diagonal über die Fliesen, so dass sich der Mörtel in die Fugen setzt. Damit alle Hohlräume geschlossen werden, sollte mehrmals über die Fläche gewischt werden, bis alle Fugen bis zur Kante mit Mörtel gefüllt sind.

 

Eine Hand führt ein Schwammbrett diagonal über graue Mosaikfliesen
Fliesen mit Schwammbrett reinigen

Sobald der Fugenmörtel leicht angetrocknet ist, können die Fliesen gereinigt werden. Mit einem feuchten Schwamm werden die Fliesen gesäubert. Es sollte nicht zu viel Wasser verwendet werden, da sonst die Fugen ausgewaschen werden. Waschen Sie den Schwamm sorgfältig aus und drücken Sie ihn gründlich aus. Im Anschluss ziehen Sie den Mörtel mit einem Strich diagonal ab. Wiederholten Sie das Vorgehen, bis die Fliesen sauber sind. Mit einem Zementschleier-Entferner können Sie die Fliese von Mörtelresten säubern.

  • Bei der Arbeit mit dem Fugenmörtel sollten Sie unbedingt Handschuhe tragen.
  • Wichtig: Der Boden sollte erst betreten werden, wenn der Kleber und Mörtel abgebunden haben.

 

6. Wandfugen

Die Fugen zwischen Fliesen und Wand beziehungsweise Fliesen und Sockelfliesen müssen mit einer dauerelastischen Dichtmasse verfugt werden, denn sie dienen als Dehnungsfugen. In der Regel wird hierfür Silikon verwendet. Aus den Fugen müssen gegebenenfalls Klebereste entfernt und die Fuge grundiert werden. Um die Fliesen nicht zu verschmutzen, können Sie die Fliesen oberhalb und unterhalb der Fuge mit Malerkrepp abkleben. Aus einer Kartusche spritzen Sie das Silikon gleichmäßig in die Fugen. Die überschüssige Dichtungsmasse können Sie besonders einfach mit Hilfe eines Glättmittels entfernen. Das Glättmittel wird auf die Fuge aufgetragen und die Fuge anschließend abgezogen. Abschließend wird das Kreppband wieder entfernt.

  • Dehnungsfugen mit dauerelastischer Dichtungsmasse abdichten
  • Fuge reinigen und grundieren
  • Silikon gleichmäßig einspritzen
  • Tipp: Verschmutzungen der Fliese durch Abkleben verhindern
  •  

Im Fliesen-Wiki weiterlesen

Buchstabe im Fliesen-ABC wählen:
#
A
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
Z

War der Artikel hilfreich?

Käuferschutz möglich

Trusted Shops Sterne

Sehr gut

4.93/5.00